Leitbildprozess, Vision & Ziele

Es bestehen Unklarheiten im Rahmen Ihres Leitbildprozesses, Ihrer Unternehmensziele oder Ihrer Vision?

Wir helfen Ihnen im Rahmen dieser Prozesse und sorgen für Klarheit und Stuktur. Gemeinsam durchdenken wir die notwendigen Inhalte zu den Themen „Vision, Mission, Unternehmensziele, strategische Ziele, Leitbild und Leitsätze“. Gut strukturiert und visionär durchdacht generieren wir mit Ihnen zusammen nachhaltige, plastische und leicht verständliche Ergebnisse. Diese dienen Ihnen in der internen und externen Kommunikation als Leitlinie oder bilden beispielsweise die Grundlage für Marktingmaßnahmen, Budgetierungen oder Personalplanungen.

Förderprogramme für Gründer

Förderprogramme für Gründungsunternehmen: Wir geben Ihnen einen schnellen Überblick der Förderangebote für Gründer und junge Unternehmen im Land Niedersachsen.

"Was ist förderfähig? Wieviel wird gefördert? Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert?" Das sind die Top3-Fragen im Rahmen der Gründungsberatung. Einen schnellen Überblick erhalten Sie hier.

 

Fördermittel für Gründer in Niedersachsen

FörderprogrammWer wird gefördert?Was wird gefördert?Wie wird gefördert?Was ist sonst noch zu beachten?
„Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“ (BAFA)Jungunternehmen: Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind.
Bestandsunternehmen: Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung.
Unternehmen in Schwierigkeiten: Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter
Unterstützung durch eine externe Unternehmensberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.Nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 50% der Beratungskosten. Max. 2.000,- € für Jungunternehmen; 1.500,- € für Bestandsunternehmen. Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten max. 2.700,- € Förderung bei 90%iger Förderhöhe.Der Antrag muss vor der Unterzeichnung des Coachingvertrages bei der Leitstelle (durch den Unternehmensberater) eingereicht werden. Erst nach Bestätigung der Leitstelle durch ein Informationsschreiben darf eine vertragliche Bindung eingegangen werden. Ein vorvertragliches Informationsgespräch bei einem regionalen Ansprechpartner der BAFA (IHK) ist bei Jungunternehmen obligatorisch. (Wir stehen bei der Planung und Terminierung helfend zur Seite)
ERP-Gründerkredit-Startgeld (KfW 067)Existenzgründer, Freiberufler, Unternehmensnachfolger, junge Unternehmen (max. 5 Jahre alt), Geschäftsführer mit dem Wunsch an der UnternehmensbeteiligungInvestitionen, Betriebsmittel, liquide Mittel, Kauf von UnternehmensteilenZinsgünstiges Darlehen bis zu 100.000,- €, davon max. 30.000,- € für Betriebsmittel. 80%ige Haftungsfreistellung für die beantragende Bank.
Kein Eigenkapital erforderlich.
Keine Förderung für Sanierungsfälle, sowie Unternehmen, die landwirtschaftliche Produkte herstellen oder in der Fischerei tätig sind. KEINE Unternehmen, die mehr als 50 Mitarbeiter haben UND Umsatz größer 10 Mio. € p.a.
ERP-Kapital für Gründung (KfW058)Existenzgründer, Unternehmensnachfolger, junge Unternehmen (max. 3 Jahre alt), Geschäftsführer mit dem Wunsch an der UnternehmensbeteiligungInvestitionen, Material- und Warenlager (Erstinvestition), Kauf von UnternehmensteilenZinsgünstiges Darlehen bis zu 500.000,- €. 100%ige Haftungsfreistellung für die beantragende Bank.
15% Eigenkapital erforderlich.
Eingeschränkte Förderung für Sanierungsfälle, sowie Unternehmen, die landwirtschaftliche Produkte herstellen oder in der Fischerei tätig sind. KEINE Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter haben UND Umsatz größer 50 Mio. € p.a. bzw. Bilanzsumme größer 43 Mio. €.
Keine Umschuldungen, Nachfinanzierungen, Anschlussfinanzierungen und Prolongationen.
Kombination mit anderen EU-Fördermitteln möglich.
ERP-Gründerkredit-Universell (KfW076)Existenzgründer und Unternehmensnachfolger,
Freiberufler,
junge mittelständische Unternehmen, die noch keine 5 Jahre am Markt tätig sind
Investitionen, Betriebsmittel, liquide Mittel, Kauf von UnternehmensteilenZinsgünstiges bonitätsabhängiges Darlehen bis zu 25 Mio €. Auf Wunsch 50%ige Haftungsfreistellung für die beantragende Bank.
Kein Eigenkapital erforderlich.
Nicht kombinierbar mit ERP-Gründerkredit-Startgeld.
Niedersachsen Gründerkredit (N-Bank)Existenzgründer, Freiberufler, kleine und mittelständische Unternehmen max. 5 Jahre alt20.000,- € bis 500.000,- € für Investitionen und BetriebsmittelZinsgünstiges bonitätsabhängiges Darlehen, auf Wunsch mit max. 70% Haftungsfreistellung durch N-Bank BürgschaftKeine Förderung für Sanierungsfälle, sowie Unternehmen, die landwirtschaftliche Produkte herstellen oder in der Fischerei tätig sind. KEINE Unternehmen, die mehr als 50 Mitarbeiter haben UND Umsatz größer 10 Mio. € p.a. Antragstellung über Hausbank.
Einzelbetriebliche Investitionsförderung (N-Bank)Kleine und mittelständische Unternehmen in ausgewiesenen Fördergebieten, sowie FremdenverkehrsgewerbeMind. 50.000,- € für Investitionen, Erwerb von Vermögenswerten bei Schließung der Betriebsstätte oder der Annahme einer Schließung ohne Investition mit dem Ziel zur Schaffung oder Erhaltung von DauerarbeitsplätzenDie Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form eines sachkapitalbezogenen Zuschusses gewährt. 25% Eigenkapital nötig.Diverse Einschränkungen vorhanden. Antragstellung bei N-Bank. Siehe Link zum Produkt unter dieser Tabelle.
MikroSTARTer Niedersachsen (N-Bank)Existenzgründer, Freiberufler, kleine und mittelständische Unternehmen max. 5 Jahre altInvestitionen, Betriebsmittel, Kosten für Aus- und WeiterbildungZinsgünstiges Darlehen zwischen 5.000,- € und 25.000,- €. Keine Sicherheiten oder Eigenkapital erforderlich.Keine Kombination mit ERP-Mitteln möglich. Antragstellung bei N-Bank. Keine Anschlussfinanzierungen oder Umschulden.
Integrationsprojekte (N-Bank)Neugründung oder Erweiterung von Unternehmen. Anteil schwerbehinderter Menschen 25 – 50 %. Investitionskostenzuschuss für Arbeitsplätze der Zielgruppe und / oder
Personalkostenzuschuss bis zu 30%
Schaffung mindestens 2 neuer Arbeitsplätze für Schwerbehinderte.Antragstellung beim Integrationsamt.
NSeed (N-Bank)Existenzgründungen und junge UnternehmenWachstumsbedingter Liquiditätsbedarf: Investitionen in Anlage- oder Umlaufvermögen.
Umsetzungen von Innovationen.
Beteiligung als stiller Gesellschafter. Gründer können Finanzierungen zwischen 150.000,- € und 600.000,- € erhalten. Jährliche Vergütung. Keine feste Laufzeit / Investitionshorizont 7 Jahre.Antragstellung beim N-Bank. Kein Sanierungsfall, keine Landwirtschaft.
Diese Tabelle zeigt eine Übersicht zu den angebotenen Fördermitteln. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Relevant sind ausschließlich die Informationen der Fördergeber, auf dessen Internetseiten wir im Folgenden verlinken. Alle Angaben ohne Gewähr.

Link zur KfW-Seite für die ERP-Gründermittel

Link zur Konditionen-Seite für die ERP-Gründermittel der KfW

Link zur N-Bank-Seite für Gründungsmittel

Link zur BAFA-Seite „Unternehmensberatung“

 

Selbstverständlich begleiten wir Sie in dem Prozess der Fördermittelbeantragung von Anfang bis Ende und stehen auch darüber hinaus jederzeit für unsere Klienten zur Verfügung.

Gründungscoaching / Start-Up-Beratung

Gründercoaching / Start-Up-Beratung: Im Rahmen der Neugründung, Übernahme oder Erweiterung eines Unternehmens stehen wir beratend und unterstützend durch professionelle Unternehmensberatungeratung & Coaching in allen strategischen, finanziellen und organisatorischen Fragen zur Seite.

Angefangen als Sparrings-Partner im Rahmen der Ideenfindung, über die Beratung zur Konzeption von Businessplänen und Rentabilitätsplanungen bis zur Unterstützung im Rahmen der Kapitalakquise sind wir Ihr professioneller Partner. Als bei der KfW bzw. BAFA gelisteter Gründungsberater geben wir Ihnen Hilfestelle bei der Auswahl und Beantragung der für Sie passenden Fördermittel. Auch Unternehmen in Schwierigkeiten werden durch uns individuell zielführend begleitet.

Warum wir der richtige Partner für Sie sind? Weil wir über 20-jährige Erfahrung in der Personalführung und Betreuung von Geschäftskunden u.a. im Rahmen Direktorentätigkeiten in einer Großbank vorweisen können.

Zu unserem Angebot für Gründer zählt unter anderem:
  • Beratung zu öffentlichen Fördermitteln (z.B. KfW, N-Bank, ERP)
  • Konzeption & Erstellung des Businessplan inkl. sämtlicher Anlagen
  • Finanzplanung
  • Liquiditätsplanung
  • Rentabilitätsplanung / Rentabilitätsberechnung
  • Investitionsplanung
  • Selbst- und Büroorganisation
  • Training und Beratung in Akquise, Vertrieb & Kommunikation
  • Hilfe bei der Erstellung eines Leistungsangebotes
  • Marketing, Werbung & Social-Networking
  • Begleitung von Bank- und Behördengängen
  • Überblick geben zu Versicherungen & Betriebsrisiken

Studie: Interne Weiterbildungen scheitern an fehlender Nachhaltigkeit

Nur 15% der befragten Mitarbeiter und Führungskräfte halten interne Weiterbildungen für nachhaltig erfolgreich. So das Ergebnis einer aktuellen mehrjährigen internen Studie der TFCC GmbH.

Die Begründungen sind nachvollziehbar: Es fehlt zum einen das Vorbereitungsgespräch zur Qualifizierungsmaßnahme und zum anderen das Nachbereitungsgespräch mit den notwendigen „Refresh“-Maßnahmen.

Nur rund jeder 7. der befragten Mitarbeiter oder Führungskräfte berichtete, dass die Maßnahme im Vorfeld mit dem Vorgesetzten besprochen wurde, Qualifizierungsziele festgelegt wurden und im Nachgang regelmäßig die Anwendung des neu erlernten Wissens trainiert wurde.

Inhaltlich wurden die Vertriebs- oder Führungsseminare von rund 90% der Befragten mit „(eher) gut“ bewertet. Die Fachkompetenz der Referenten empfanden 80% der Teilnehmer ebenfalls „gut“, während die Methodenkompetenz nur rund die Hälfte der Befragten mit „eher gut“ bewerteten.

Vor- und Nachbereitungsgespräche wurden von den Mitarbeitern / Führungskräften in keinem Fall aktiv eingefordert. Jeder sei sich zwar darüber bewusst, dass dies für die nachhaltige Umsetzung unumgänglich sei, jedoch gelte die Hartnäckigkeit der Vorgesetzen bei der Umsetzungsbegleitung als lästig und zeitraubend. Man wolle die Umsetzung mal so im „free-style-Modus“ versuchen.

Jeder der Befragten gab an, unmittelbar nach dem Seminar / Workshop höchst motiviert zu sein, das Erlernte auch in der Praxis umsetzen zu wollen. Am Folgetag sei die Motivation zu Beginn noch annähernd auf dem hohen Niveau des Seminartages, ließe dann allerdings im Tagesgeschäft schnell nach. An Tag 2 nach der Qualifizierungsmaßnahme kämen erste Zweifel, ob und wie das Erlernte überhaupt umsetzbar sei und woher man die Zeit zur Veränderung der Abläufe überhaupt nehmen solle. Ab Tag 3 sehe man eigentlich gar keinen Grund mehr, etwas zu verändern; es ginge ja schließlich vorher auch alles.

Befragt man die Vorgestzen, warum Vor- und Nachbereitung von Qualifizierungsmaßnahmen nicht die nötige Priorität in der Personalführung bekommen, erhält man unisono die inhaltlich gleiche Antwort: „Dazu fehlt einfach die Zeit“.

Fazit:
– Qualifzierungsmaßnahmen ohne Vorbereitungsgespäch mit dem Vorgesetzten und begleiteter Nachbereitung bringen weder Mitarbeiter, noch Unternehmen einen nachhaltigen Mehrwert.
– Führungskräften fehlt die notwendige Zeit, Mitarbeiter in der Phase der Vor- und Nachbereitung der Qualifizierung zu coachen
– Die Veränderungsmotivation der Seminarteilnehmer etwas wirklich verändern zu wollen, sinkt bereits 24 Stunden nach der Maßnahme und ist nach 3 Tagen annähernd abgeklungen
– Mitarbeiter empfinden Veränderungen zwar als notwendigkeit und sinnvoll, fordern die Unterstützung bei der Umsetzung allerdings nur selten ein. Um die Komfortzone zu verlassen, ist Unterstützung unumgänglich.

Empfehlung:
– Vor- und Nachbereitungsgespräch zusammen mit externem Trainer / Coach führen und die Phase der Umsetzung durch den Führungskräftecoach / Vertriebscoach begleiten lassen.

 

Zur internen Studie: Im Zeitraum 2014 bis 2016 wurden insgesamt 335 Angestellte der Dienstleistungsbranche nach Erfahrungen mit internen Weiterbildungen befragt. Darunter waren 64 Führungskräfte der 2ten und 3ten Führungsebenen.

„Als Führungskraft hat man 12 Stunden täglich zu arbeiten!“

Thorsten Füllmann TFCC GmbH

…oder etwa nicht?!

In der besinnlichen Vorweihnachtszeit scheint das Thema „Zeit“ ein sehr gefragtes Thema zu sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass erst ein Lebensmitteldiscounter und nun eine weitere Lebensmittel-Einzelhandelskette eine Werbekampagne zum Thema „Zeit schenken“ startet. Zugegebenermaßen bleiben beide „hängen“ und scheinen den Befragten aus der Seele zu sprechen.

Aus diesem Grund zitiere ich eine Führungskraft, in dem Fall einen Volldirektor aus der Dienstleistungsbranche, der im Rahmen einer Sitzung, wo es unter anderem um das Thema „Work-Life-Balance“ ging, mit den Worten:

„Als Führungskraft hat man 12 Stunden täglich zu arbeiten! Deshalb ist man ja schließlich Chef. Das erwarten die Mitarbeiter und ohne diese Zeit ist die Arbeit gar nicht machbar!“

Interessant ist die Tatsache, dass es zu diesem Zeitpunkt einen erstens sehr hohen Krankheitsstand im Unternehmen gab, der sowohl von kurzzeitig Erkrankten, als auch von Langzeitkranken geprägt war. Und zum anderen eine eher mäßige Mitarbeiterzufriedenheit ermittelt wurde. Dem Vorgesetzten dieser Gruppe an Führungskräften war es wichtig, diese Themen anzusprechen und ein Umdenken anzuregen, um primär Krankheitsstände zu senken.

Einige der Führungskollegen gaben sich allerdings ratlos und erklärten, dass sie gar nicht wüssten, was sie in 12 Stunden täglicher Büroarbeit überhaupt machen sollten. Einige andere jedoch gaben dem „12-Stunden-Kollegen“ Recht und verwiesen auf Zeit im Homeoffice bis in die späten Abendstunden.

Spannend war die Analyse, was den Unterschied der täglichen Arbeit ausmachen würde, denn es gab auch Kollegen, die arbeiteten kaum mehr als 40 Stunden pro Woche und waren „trotzdem“ sehr erfolgreich.

Der Unterschied war schnell gefunden und wurde heiß zwischen den Kollegen diskutiert: Controlling! Jeder Vorgang, jeder Kontakt, jeder Termin, jeder Abschluß, jede Liste wurde von den „hart arbeitenden“ Kollegen kontrolliert. Führung bestand aus Kontrolle. Zahlen, Daten, Fakten! So einfach.

Waren diese Teams erfolgreicher und zufriedener? Nein, die Mitarbeiter fühlten sich bestenfalls eingeengt. Mit „bestenfalls“ meine ich nicht die Tatsache des Einengens, sondern die Tatsache, dass die Mitarbeiter sich eine Veränderung wünschten und direkt oder indirekt um Entfaltung baten. Im schlimmeren Fall hatten die Mitarbeiter sich mit der Situation abgefunden. So sagte einer der Kollegen im Vertrauen zu mir: „Die ganze Kontrolle hat auch was für sich: So bin es wenigstens nicht ich, der Fehler macht. Ausserdem brauche ich mir keine Gedanken über Geschäftsideen machen. Ich mach einfach meinen Job, das Ergebnis interessiert mich relativ wenig.“

Diese Einstellung zum Erfolg, zur Entwicklung, zur Vision ist Gift für das Unternehmen. Die Einstellung dieser Führungskräfte schädigt die eigene Gesundheit, die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Entwicklung und damit den Erfolg des Unternehmens.

Wir haben uns im Anschluß stark mit Führungsbedürftigkeiten, Führungsstilen und der Denkstilanalyse auseinandergesetzt. Der klassische Unterschied zwischen den 12-Stunden-Direktoren und den 8-Stunden-Direktoren lag in den „Denkstilen“: Die grundsätzlich eher visionär denkende Führungskräfte gaben von Begin der Führungsaufgabe den Mitarbeitern mehr Verantwortung, delegierten mehr und forderten mehr unternehmerisches Denken und Handeln ein. Dafür wurde allerdings die eine oder andere lästige Kontrollaufgabe schon mal „vergessen“. Die Verantwortung war auf viele Schultern verteilt. Die gegenteilig nur auf Zahlen, Daten & Fakten fokussierten Analysten konnten diesen Freiraum der Mitarbeiter nicht nachvollziehen und stellten sich und der Gruppe oft die Frage, was passieren würde, wenn der Mitarbeiter die Kompetenzen mißbrauchen würde.

Beide oberflächlich plakatierte Denkstile sind weder richtig, noch falsch. Jede hat ihre Vorteile und Nachteile. Jeder kann von den anderen Lernen und über den Tellerrand hinausblicken. Aufgabe jeder Führungskraft muss es jedoch sein, sich den unterschiedlichen Denkstilen bewusst zu sein, diese erkennen zu können und einsetzen zu können. Erfolgreich führen hat was mit situativer Führung und vor allem mit „auf den Mitarbeiter angepassten“ Führung zu tun. Die Führungsnotwendigkeit jedes Teammitgliedes ist unterschiedlich.

Zurück zum Thema Zeit:

Mir ist wichtig: Die Gesellschaft sollte weg von „WOW, der arbeitet 12 Stunden am Tag, der muss erfolgreich sein und unendlich viel Verantwortung haben“!

Hochachtung vor denen, die mit ihren Stunden auskommen, tolle Stimmung im Team haben und dabei Hochleistungsteams führen. Diese Führungskräfte sind erfolgreich und haben Zeit für ihre Familie, ihre Hobbies und Dingen, die ihnen sonst noch wichtig sind. Zu solchen Führungskräften sollten wir entwickeln…

Beste Grüße

Thorsten Füllmann

Fremdwort-Posing: „Hochmut oder Basic im Geschäftsalltag?“

Fremdwörter dienen dazu, sachlich, kurz und präzise zu beschreiben und störende Wiederholungen zu vermeiden. Gut und schön, solange die Gesprächspartner auf Augenhöhe reden und sich gegenseitig verstehen.

Fragwürdig wird es unserer Meinung nach, wenn die Fachwörter vom gegenüber nicht verstanden werden. Noch fragwürdiger allerdings, wenn der „Fremdwort-Poser“ davon ausgehen muss, dass der gegenüber das Gesagte gar nicht verstehen kann…

Was meinen wir damit? Im ärztlichen Rahmen ist die Benutzung von Fachwörtern, die der Patient nicht versteht, schon „normal“. Aber wie sieht es im Dienstleistungsbereich aus? Nehmen wir das Bankenwesen als Beispiel: Gut ausgebildete junge Vertriebler nutzen in ihren Kundengesprächen die gesamte Palette an Fachbegriffen:

Oma Lieschen wird davon überzeugt, dass jetzt aufgrund der günstigen Kurs-Gewinn-Verhältnisse der perfekte Einstieg in globale Aktienfonds mit hoher Diversifikation in unterschiedliche Peer-Groups sinnvoll ist…

Upps,… Oma Lieschen blickt verzweifelt zur Tür und gibt zu Protokoll: „Das muss ich mir nochmal überlegen…“ Unser junger dynamischer Berater versteht die Welt nicht mehr und Oma hat die nächste Zeit genug von Bank(en).

In erlebten „Meetings“, „jour fix´s“ & „Kompetenzrunden“ finden wir zu häufig eine extreme Ansammlung von Fremdwörtern zu jedem Anlaß vor. Selten gerechtfertigt, meistens „Posing“. Warum? Weil viele Menschen glauben, mit der Benutzung von Fremdwörtern intelligenter und professioneller zu wirken. Die Aussenwirkung stellt oftmals eine entscheidende Rolle da, denn schließlich hört der Chef ja auch zu. Und wenn die Thesen des Boss verfeinert werden durch Fremdwort-Posing, dann könnte sich das doch positiv auf die Karriere auswirken, oder?

Am Ende des langen Tages bleibt dann bei allen Teilnehmern wieder die Ernüchterung: Der Chef bemängelt, dass keine neuen Ideen und Konzepte entstanden sind; die Mitarbeiter verlassen die Runde ohne neue Erkenntnisse und sind sich einig, dass Sitzungen sowieso nur Zeitvertreib sind.

Was ist die Lösung? Empathie & Einfachheit! Mit Empathie erkenne ich schnell, ob mein Gesprächsteilnehmer noch auf der gleichen Frequenz ist, wie ich oder ich ihn verloren habe.

Einfachheit (nicht Primitivität ;-)) oder auch Schlichtheit in der Wortwahl erreicht, dass mein Gegenüber auch versteht, was ich sage und vor allem was ich damit meine.

Als Coach brauche ich kein Glossar von 180 Fachwörtern, die „im Rahmen des Coachings vorkommen können“. Im Austausch zwischen Coaches vielleicht ein Paar davon; im Gespräch mit Klienten gar nicht.

Kennen wir unseren gegenüber nicht oder können wir davon ausgehen, dass er nicht über das gleiche Fachwissen des Gesprächsthemas verfügt, so sollten wir das Gespräch so führen, als würden wir mit einem 15-jährigen Jungen sprechen.

Fazit: Posing ja, aber nur unter Gleichen, wenn es dem Austausch von Informationen dient. Kunden, Klienten, Mandanten & Patienten haben einen Anspruch darauf, dass das gesprochene Wort auch verstanden wird.