Fadenscheinige Commitments & Bullshit-Bingo

80% der von uns befragten Führungskräfte sehen „Leiter-Sitzungen“ als überflüssigen Zeitvertreib an!

Führungsalltag im mittleren Management: Der Oberhäuptling lädt die Häuptlinge zur turnusmäßigen Leiter-Sitzung ein. Die Agenda ist voll mit strategischen & vertrieblichen Themen. Redeanteile liegen größtenteils beim Oberhäuptling. Negative Ergebnisse kommen auf den Tisch und es werden  Aktionen & Maßnahmen vereinbart.

Die Häuptlinge sehen manche auferlegten Vorgehensweisen anders aufgrund ihres Kontaktes zur Basis (den Mitarbeitern) und diskutieren über Veränderungen. Doch der Oberhäuptling bleibt seiner Linie treu und ordnet die Umsetzung an. Er vereinbart Zwischenschritte, Kontrollen, usw. Am Ende fordert er das Commitment jedes einzelnen ein, welches er natürlich auch erhält.

Doch was denkt der Häuptling wirklich wenn er sagt: „Yes Sir, Sie haben mein Commitment.“? Er weiß, dass das die Commitments ohnehin nicht nachgehalten werden, da eine Woche später bereits eine neue Aktion geplant und „verabschiedet“ wird.

Fragen wir im Rahmen des Coachings den Oberhäuptling nach den laufenden „Aktionen“, so stellen wir fest, dass jedes Produkt derzeit im Fokus (s)einer Aktion steht. Es findet in Wahrheit also gar keine Fokussierung statt. Wen wundert es dann, dass die Häuptlinge fleissig nicken und beim abendlichen Verlassen des Sitzungsraumes das Commitment bereits wieder gedanklich abgehakt haben.

Immerhin konnten sie sich in den Pausen wieder mit „Bullshit-Bingo“ vergnügen, da blieb wenigstens etwas haften.

Getreu des Mottos „Übertreibung macht deutlich“ machen wir hier auf die Unabdingbarkeit des Führungskräftecoachings deutlich. Es ist kaum auszumalen, wieviel Energie und Ressourcen sinnlos durch solche Formate verschwendet werden.

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