Managing 3D: Delegation, Digitalisierung, Disruption

Die Herausforderungen des Mittelstandes für 2019!

Herzlich willkommen im Jahr 2019. Ein Jahr vor 2020. Was haben wir in den 90igern von 2020 geträumt: Fliegende Autos, sprechende Küchengeräte, Uhren, mit denen wir Autos steuern können, …

Vieles ist Realität geworden, einiges (noch) Fiktion. Es ist nicht von der Hand zuweisen, dass die Digitalisierung unser Leben in allen Bereichen verändert hat. Vieles ist leichter geworden… Dennoch dürfen wir die Herausforderungen des unternehmerischen Alltags nicht übersehen. Was sind also die 3 größten Herausforderungen für Unternehmer und Mittelstand in 2019?

„Managing 3D“: Delegation, Digitalisierung, Disruption:

Delegation: Die Eigenschaft professionell und leistungsstark delegieren zu können ist eine der Schlüsselcharaktere für erfolgreiches Management. In den letzten Jahren erhielt ich häufig Aussagen von Geschäftsführern wie „Ich kann nicht delegieren, die Aufgaben sind zu wichtig. Das kann kein anderer in meiner Firma.“ Ich akzeptiere diese Aussage, denn wenn der Unternehmer die Tätigkeiten, die er derzeit nicht delegieren kann als delegationsfähig ansehen würde, dann hätte er sie längst an sein Team verteilt.

Wieviel Freiraum aber bleibt dem Unternehmer bei einer 60-Stunden Woche, vollgetaktet mit administrativen Tätigkeiten, sich der Strategie des Unternehmens zu widmen? Bleibt Zeit für Marktbeobachtungen, Wettbewerbsanalyse, Strategieentwicklung? Nein! Der Unternehmer ist gefangen in operativen Tätigkeiten: Er reagiert und das Unternehmen ist in seiner strategischen und technologischen Entwicklung fixiert.

Die Lösung: Das professionell und leistungsstarke Deligieren lernen und in der Unternehmenskultur verankern. Das ist ein herausfordernder Prozess mit einem unfassbar großen Hebel, die die mittel- und langfristige Unternehmensentwicklung sicherstellt.

Wie stellen Unternehmer dieses an? Darüber wurden zig Bücher geschrieben und unzählige Strategien entwickelt. Der effektivste Weg, um vor allen Dingen die Mitarbeiter nicht zu überfordern, sondern ihnen zu mehr Spaß und Erfolg zu verhelfen, ist der Weg, der unabhängigen Analyse und des Coachings:

Wie oft werden Geschäftsführer in „Projekte“ einbezogen, die in dieser Ebene gar nicht zu suchen hätten? „Wir haben da mal ein Problem!“ kommt Ihnen bekannt vor? Wer ist denn „wir“? In meiner 15-jährigen Karriere als Führungskraft wussten meine Mitarbeiter an jedem Standort immer, dass nicht „wir“ das Problem haben, sondern sie. Bei Schwierigkeiten durften sie mich gern ansprechen… mit Lösungsvorschlägen. Selbstverständlich unterscheiden sich Mitarbeiter und Führungskräfte innerhalb ihrer persönlichen Führungsbedürftigkeit.

Hier ist der Unternehmer gefragt, als Coach, seine Mitarbeiter langfristig zu begleiten und zu selbstständig agierenden „Managern vor Ort“ zu entwickeln. Auf diesem Weg ist in den allermeisten Fällen externe Hilfe notwendig.

Digitalisierung: Welche Herausforderung bringt die Digitalisierung für den Mittelstand? Ich werde hier nicht Millionen von Artikeln und Beiträgen des Internets wiedergeben. 😉 Sicher ist jedoch, dass von Monat zu Monat und Jahr zu Jahr die Digitalisierung durch alle Bereiche des privaten und unternehmerischen Lebens voranschreitet.

Schon bald werden wir mit kleinen, elektrischen VTOL-Flugzeugen (Vertical Tako-Off an Landing) unabhängig und schnell zu unseren Zielorten kommen. Keine Fiktion, in wenigen Jahren soll es soweit sein (Lilium aviation). Zu erwähnen ist ebenfalls das „Internet of things“ (IoT). Hier werden physische und virtuelle Gegenstände miteinander bis ins Kleinste vernetzt werden. Möglich wird dies durch Microchips, die lediglich wenige cent Kosten werden. Geht mir dann die Milch aus, meldet sich mein Kühlschrank und bestellt selbstständig Neue.

Wo liegt nun die Herausforderung: Mindestens 15% Ihrer Arbeitszeit als Unternehmer müssen Sie, als Manager, zur Strategieentwicklung nutzen:

Wo liegt Ihre Vision? Wofür steht Ihr Unternehmen? Was sind Ihre Missionen? Welche Ziele verfolgen Sie strategisch? Inwieweit sind Ihre Prozesse digitalisiert? Müssen sie überhaupt alles digitalisieren? Wo liegen Chancen und Nutzen? Was erwarten Ihre Kunden? Wie steht es mit dem Mitbewerber? Beinhaltet Ihre jährliche SWOT-Analyse die digitalen Möglichkeiten?

Das sind Ihre Aufgaben als Manager, um Ihr Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Sie stellen sich die Frage, woher sie die Zeit dazu nehmen sollen? Delegation…

Disruption. Ein harter, böse klingender Begriff. Übersetzt bedeutet es unter anderem „Erschütterung“. In der Geschichte der Menschheit gab es eine Vielzahl von Disruptionen, also Ereignissen, die erschütterten, weil sie technologisch keinen Stein auf dem anderen ließen. Die Rede ist von extremen Innovationen.

Beispiel: Schreibmaschinen… Bei uns an der Küste in Wilhelmshaven gab es die Olympia-Werke. Diese stellten fast 90 Jahre bis 1992 Schreibmaschinen her. Bereits in den 80iger Jahren waren elektrische Schreibmaschinen mit LCD-Displays erfunden worden und setzten sich mehr und mehr durch. Olympia erkannte dieses Trend zu spät und musste schließlich den Betrieb aufgeben. Die Zeiten der „normalen“ Schreibmaschinen waren gezählt. Die Innovation der neuen Geräte hatte sie ersetzt.

Beispiel 2: Als Steve Jobs das IPhone 2007 vorstellte, wurde Apple mit diesem „Trend- & Nischenprodukt“ von den Mitbewerbern nicht ernst genommen. Insbesondere Nokia und Microsoft sahen in einem Mobiltelefon, was nur aus Display bestünde keine Zukunft. Sie sollten sich irren, Apple hat die gesamte Branche „disruptiert“, Nokia sich vom defizitären Handygeschäft getrennt.

Welcher Herausforderung muss sich der Unternehmer aber nun stellen? Zukünftig wird es aufgrund der technologischen Entwicklungen und fortschreitenden Digitalisierung zu häufigeren Disruptionen kommen. Die Abstände werden sich verkürzen. Aus diesem Grund in es unabdingbar, sich im Rahmen seiner Strategieplanungen immer wieder an den fortwährenden Veränderungen des Konsumverhaltens zu orientieren.

Wie wird sich Ihr Kerngeschäft in den nächsten 2,5 und 10 Jahren voraussichtlich entwickeln? Wird es künftig vielleicht gar nicht mehr das Kerngeschäft sein? Wo könnten sich Marktchancen ergeben? Die Herausforderungen besteht darin, sich den ständig ändernden Bedürfnissen anzupassen und den strategischen Blick auf die Zukunft und Trends zu richten. Nicht jeden Trend blind mitmachen, wohl aber beobachten.

All das bedarf Zeit: Zeit zum managen. Managing 3D!

Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihr Thorsten Füllmann

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1 Comment

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